Iceland Tag 8

Tag 8 · Vík – Reynisfjara – Skógafoss – Gullfoss – Geysir

Am Vormittag erkundeten wir zunächst Vík und den bekannten Black Sand Beach. Anschließend fuhren wir ein Stück weiter zum Reynisfjara Beach, einem der spektakulärsten – und zugleich gefährlichsten – Strandabschnitte Islands.

Reynisfjara ist berüchtigt für seine sogenannten Sneaker Waves. Dabei handelt es sich um unerwartet hohe Wellen, die deutlich weiter an den Strand laufen als die vorherigen. Sie sind schneller als man reagieren kann und haben in der Vergangenheit bereits zu vielen schweren Unfällen geführt. Wer sich hier zu nah am Wasser aufhält, begibt sich in ernsthafte Gefahr. Der Strand ist atemberaubend schön – aber er verlangt Respekt und Abstand.

Nach diesem eindrucksvollen, aber auch mahnenden Stopp setzten wir unsere Fahrt fort. Unser Ziel für den Abend war der Geysir, der Treffpunkt für unsere bevorstehende Hochlandtour. Die letzten Kilometer lagen vor uns, und direkt beim Geysir befindet sich ein kleiner Campingplatz. Wir waren gespannt, ob die anderen Teilnehmer der Tour bereits eingetroffen waren.

Da wir zeitlich gut unterwegs waren, nutzten wir die Gelegenheit für zwei weitere Höhepunkte der Südküste.

Der Skógafoss gehört mit einer Fallhöhe von rund 60 Metern und einer Breite von etwa 25 Metern zu den mächtigsten Wasserfällen Islands. Durch die enorme Wassermenge entsteht bei Sonnenschein fast immer ein Regenbogen, der dem Wasserfall eine besondere Magie verleiht. Trotz seiner Größe wirkt der Skógafoss offen und zugänglich – man steht ihm beinahe direkt gegenüber.

Der Gullfoss, einer der bekanntesten Wasserfälle des Landes, zeigte sich dagegen ganz anders. Er besteht aus zwei Stufen und stürzt insgesamt etwa 32 Meter tief in eine enge Schlucht. Je nach Wasserstand und Licht wirkt er ruhig und majestätisch oder laut und unbändig. Besonders beeindruckend ist, wie das Wasser scheinbar im Nichts verschwindet – ein Ort von großer Kraft und Präsenz.

Am Abend erreichten wir schließlich den Geysir und schlugen unser Nachtlager auf. Ein ereignisreicher Tag ging zu Ende – mit vielen Eindrücken und der Vorfreude auf das, was nun vor uns lag.